Besuch des Kikeriki-Theater in der Kulturalle Münster

Deppenkaiser – Eine dreigedrehte Dorfgeschichte

Es gab da mal ein Dorf. Ein kleines feines Dorf mit kleinen feinen Häusern und mit lieben netten Leuten. Es waren sogar ganz besonders liebe nette Leute, denn sie waren immer besonders freundlich, besonders friedlich und vor allem besonders fröhlich. 

Jeder Tag war ein Festtag und jeder Morgen war ein glücklicher Morgen, denn sie liebten ihr Dorf, sie liebten ihr Leben und am meisten liebten sie einander.

Doch eines Tages geschah in diesem kleinen feinen Dorf mit seinen kleinen feinen Häusern und seinen lieben netten Leuten etwas, was dort noch nie geschehen war: Ein fremder Reitersmann stand plötzlich aufgedreht in ihrem Dorf.

Welche Drehung die Geschichte durch den aufgedrehten Fremden nimmt und warum er allen solange den Kopf verdreht, bis sie letztendlich völlig überdreht sind, zeigt Ihnen diese dreigedrehte Dorfgeschichte.

Beschreibung von Comedyhall.de

Als Geschenk für mein neues Lebensjahr bekam ich die Karten für dieses Theaterstück. Völlig offen und nur mit dem Text oben gingen wir in die Kulturhalle nach Münster.

Vor Beginn wurden alle Zuschauer durch ein schönes Buffet von EDEKA Kampmann begrüßt. Wie der Bürgermeister bei der Begrüßung verlauten ließ, ist es wohl auch Familie Kampmann zu verdanken, dass diese Veranstaltung nach Münster gekommen ist.

Wer das Kikeriki Theater nicht kennt, sollte wissen, dass die Aufführungen schon etwas anders sind, als die sonst üblichen Theater. Das Kikeriki-Theater selbst beschreibt sich als ein komödiantisches Theater mit Puppen und Menschen.

Beim diesem Stück geht es um die drei Dorfbewohner Herbert (keltert den Apfelwein), Schorsch (backt die Brezeln) und Ingeborsch (macht den Handkäs mit Musik), die jeden morgen in dem kleinen feinen Dorf, mit den kleinen, feinen Häusern erst einmal gemeinsam den Tag mit dem Frühstück beginnen. Und was braucht man schon mehr zum hessischen Frühstück als Apfelwein, eine Brezel und Handkäs mit Musik. Bereits am Beginn der Vorstellung wird schnell klar, dass die hessische Mundart den Abend bestimmen wird. Es wird geklatscht, gesungen und natürlich auch laut gelacht. Und als der nichthessische Freiherr Franz von Zossenheim die Bühne betritt nimmt alles seinen Lauf…

Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, sondern einfach nur empfehlen sich das Stück selber anzuschauen. Für jeden richtigen Hessen kann ich dieses Stück nur empfehlen. Und wer auch nicht von hier kommt, wird die Drei verstehen, wenn man nur richtig zuhört.

Hier noch ein paar wichtige Vokabeln hessich – deutsch:

  • Guude – Guten Tag
  • Gemoasche – Guten Morgen
  • Biddesäja – Bitteschön
  • Dängge – Danke
  • Bräddsel – Brezel
  • dehaam – daheim
  • dässdewäje – deswegen
  • däafe – dürfen
  • doaschdisch – durstig
  • Främde – Fremder
  • Gadde – Garten
  • gäwwe – geben
  • Äbbelwoi – Apelwein
  • laafe – laufen

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